DER Inzidenzwert

Da dieser Wert doch unser aller Leben so sehr beeinflusst, möchten wir an dieser Stelle mal hoffentlich auf verständliche Weise darstellen, wie der Wert zustande kommt und was er eigentlich bedeutet beziehungsweise nicht bedeutet.

Vorab eine kleine Übersicht was ein Inzidenzwert von 20 (aktuell) für einen Ort wie Rutesheim bzw. den Landkreis Böblingen bedeutet. Pro Woche wären das 2 positiv getestete Personen oder 79 im Landkreis, was 1,2 Personen pro Ort (65 Orte) in unserem Landkreis in einer Woche ausmacht. Diese Personen haben einen positiven PCR Test, man weiß jedoch nicht ob sie tatsächlich krank oder Symptome haben oder infektiös sind? Da laut Weltgesundheitsorganisation eine Infektiosität bzw. eine Krankheit erst durch einen zweiten PCR Test mit Angabe vom CT Wert und einer klinischen Diagnose festgestellt werden kann, sagt ein positiver PCR Test nicht aus ob die getestete Person eine Ansteckungsgefahr für andere darstellt.

Positive Testergebnisse sind keine Infizierten und erst recht keine Fälle.

Der ermittelte Inzidenzwert sagt somit nichts über eine Gefahrenlage aus.

Je mehr gesunde Menschen getestet werden, desto größer steigt die Gefahr eines Testfehlers. Bei momentan über 1.2 Mio Tests pro Woche kann die Fehlerquote von 2% bereits einen Inzidenzwert von 30 verursachen. Irgendwelche Maßnahmen von einem solchen Wert abhängig zu machen, entbehrt jeglicher Grundlage und sind somit nicht zu rechtfertigen.

Dies ist erst recht nicht mehr aussagefähig, wenn weiterhin so viele Tests bei gesunden Menschen gemacht werden und die positive Testrate unter 2% sinkt.